Jetz haemmer aber Gas ge... sind jo sooooo stolz uf eus!
Vill Spass bim lese
1. von links:
Binh, 32, a.k.a con tao (= Bueffel). Sein Englisch beschraenkte sich auf wenige Worte, doch las er einem jeden Wunsch und jede Bitte von den Lippen ab und kuemmerte sich ruehrend um uns. Extrem ruhiger und umsichtiger Fahrer. War immer gut gelaunt und fuer jeden Spass zu haben…
3. von links:
Bon, 24, a.k.a con khin (=Affe)/Leo/Bad Boy. Kuemmerte sich ebenfalls ruehrend um uns, sein Englisch war etwas besser, doch beschraenkte er sich oft auf 2-Wort-Saetze, den Rest musste man erraten…
Leider etwas ruehrseelig, so gab es jeden Tag irgend einen Anlass um zu weinen (wie zum Beispiel der Gedanke daran, dass wir uns nach Saigon nicht mehr sehen, und das schon am 2. Tag…). Und seine stundenlangen Ausfuehrungen ueber die Liebe stiessen nach 10 Tagen nicht mehr so auf offene Ohren ;-)
War ein etwas nervoeser Fahrer, doch fuehlten wir uns auch mit ihm wohl…
1. von links:
Binh, 32, a.k.a con tao (= Bueffel). Sein Englisch beschraenkte sich auf wenige Worte, doch las er einem jeden Wunsch und jede Bitte von den Lippen ab und kuemmerte sich ruehrend um uns. Extrem ruhiger und umsichtiger Fahrer. War immer gut gelaunt und fuer jeden Spass zu haben…
3. von links:
Bon, 24, a.k.a con khin (=Affe)/Leo/Bad Boy. Kuemmerte sich ebenfalls ruehrend um uns, sein Englisch war etwas besser, doch beschraenkte er sich oft auf 2-Wort-Saetze, den Rest musste man erraten…
Leider etwas ruehrseelig, so gab es jeden Tag irgend einen Anlass um zu weinen (wie zum Beispiel der Gedanke daran, dass wir uns nach Saigon nicht mehr sehen, und das schon am 2. Tag…). Und seine stundenlangen Ausfuehrungen ueber die Liebe stiessen nach 10 Tagen nicht mehr so auf offene Ohren ;-)
War ein etwas nervoeser Fahrer, doch fuehlten wir uns auch mit ihm wohl…

"Unsere" bepackten "Motorraeder"
beim gemuetlichen und superfeinen Barbecue
Marmorbergespektakulaere Sonneneinstrahlung
Zahnhygiene??






Reisfelder bei Sonnenuntergang







So in etwa haben wir 10 Tage lang ausgesehen... ich sage nur unsere armen Aersche!!



unsere wohlverdienten Arschpausen

Wow..



Diese Schweine, diese V...



Reisfelder bei Sonnenuntergang



Gruentee


war wirklich so.. haben also nicht gemogelt - der Mond bei Sonnenuntergang


So in etwa haben wir 10 Tage lang ausgesehen... ich sage nur unsere armen Aersche!!


unsere wohlverdienten Arschpausen
Wow..

Besuch im Waisenhaus (konnten nur knapp widerstehen eines mit nach Hause zu nehmen..)






Xin chao!
10 Tage und 1337 Km spaeter….
Am 17. Dezember puenktlich um 09.00 ging das Abenteuer “Vietnam by Motorbike” los. Schon am Ersten Tag machten wir Bekanntschaft mit der vietnamesischen Puenktlichkeit:
Verabredet man sich um 09 Uhr, so muss man mindestens 20 – 30 Minuten frueher parat sein (die Zeit um die man sich verabredet beinhaltet das Aufladen der Gepaeckstuecke, das Bezahlen des Hotels etc…Schlau wie wir sind fragten wir ab dem 2. Tag auch nur noch “At which time do you knock at our door?”…), weshalb wir unsere Pancakes in windeseile hinunterschlingen mussten (es sollten die letzten fuer 10 Tage sein…) und zum Ersten Mal unsere Hintern auf die Motorraeder schwangen.
Eingeklemmt zwischen Fahrer und Gepaeck ging es als Erstes zu den Marmor Bergen (die wir um ein Haar ausgelassen haetten, was wirklich eine Suende gewesen waere…), wo wir so ziemlich zum letzten Mal unsere Beine in Anspruch nehmen mussten.
Ueber verzweigte enge Weglein stiess man immer wieder auf Hoehlen mit Buddha’s, Shiva’s und anderen Heiligtuemmern die wir nicht immer genau zuordnen konnten. Am Fuss des Berges konnte man sich dann auch Marmorstatuen in diversen Groessen kaufen, und wir konnten nur durch das Argument, dass auf dem Toeff nun wirklich kein Platz mehr sei, davon abgehalten werden, eine ueberdimensionale Jesus-Statue fuer die Niedermatt zu erschwingen…
Schon bald verliessen wir die Nationalstrasse und fuer die naechsten 2 Tage ging es ueber enge Strassen in die Central Highlands. Durch den Taifun der vor 2 Monaten ueber das Land fegte waren die Strassen oft in sehr schlechtem Zustand, immer wieder galt es Baustellen (die den Werkzeugen nach zu schliessen noch ein paar Monate bestehen werden…), Felsbrocken, Schlamm-Massen und aehnliches zu umfahren…Unsere Fahrer meisterten dies jedoch mit Bravour, weshalb wir uns voll auf die eindrueckliche Landschaft konzentrieren konnten:
Mit jeden 100 Hoehenmetern schien sich die Umgebung zu veraendern. Mischwaelder wechselten sich mit Jungle ab, Reisfelder machten Kaffee-Plantagen (ach ja, an dieser Stelle noch eine Lobeshymne an den vietnamesischen Kaffe: wird hier schwarz und mit viel Eis getrunken und nicht einmal der Sutterbeck in Basel bietet so einen herrlichen Café den (ja, die wichtigen Worte lernt man schnell…) wie man in hier an jedem Strassenstand bekommt…) platz, kleine Wasserfaelle suchten ihren Weg in’s Tal hinunter wo sie in breiten Fluessen endeten, Pfeffer-Stauden (..-Buesche…-Straeucher…? Egal, wissen jetzt auf jeden Fall wo der Pfeffer waechst…) wichen Feldern mit Gruentee, Gummi- und Bananenbaeume saeumten staubige Strassen….aber am Besten seht ihr selbst, es ist unmoeglich all die Eindruecke zu beschreiben, und was leider ganz unmoeglich ist, ist euch den Geruch von Nebelverhangenen Waeldern am fruehen Morgen, der Geschmack von staubigen Strassen, die Duefte der unzaehligen Essensstaende sowie der Gestank der Diselmotore zu uebermitteln...(auf Letzteres haetten auch wir verzichten koennen…).
70% der Bevoelkerung lebt auf dem Land, darunter 53 Minderheiten die immer mehr um ihre Identitaet kaempfen muessen (ok, dieser Satz findet sich fast Wort woertlich im Reisefuehrer, doch haetten wir das auch ohne literarische Hilfe herausgefunden….).
In jedem Dorf das wir besuchten waren wir sofort von unzaehligen Kindern umgeben, ueberhaupt scheint dieses Land nur aus Kindern (was auch fast wahr ist, 50% der Bevoelkerung sind juenger als 25, gehoeren hier also schon zum alten Eisen…) und Schwangeren zu bestehen.
Die simplen Bambus-Huetten sind mittlerweile (und zum groessten Teil durch die Regierung finanziert) mit Wellblechdaechern ueberdacht (was natuerlich auch ein besserer Schutz fuer den obligatorischen Fernseher bietet, der gehoert nicht nur in der Schweiz zum Grundbedarf…), ansonsten besitzen die Menschen nicht viel mehr als was sie am Leib tragen…
Von den urspruenglichen Ritualen blieb nicht mehr viel uebrig, das Meiste ist nur noch Show fuer die Touristen. Doch findet sich in jedem Dorf ein traditionelles Haupthaus, in dem sich immer noch die ganze Gemeinde versammelt um Hochzeiten, Feiertage und sonstiges zu zelebrieren…
Ein grosser Teil der Tour fuehrte entlang des Ho-Chi-Minh Pfades. Dieser Pfad diente waehrend des Vietnamkrieges zur Lieferung von Waffen und Nahrungsmittel fuer die sozialistischen Streitkraefte im Sueden
(zur Erinnerung: Ngo Dinh Diem fuehrte im Sueden sein Schreckregime, dem ueber 50’000 Menschen zum Opfer fielen, waehrend Ho Chi Minh im Norden mit dem Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft begann. Aus Angst vor einem Domino-Effekt in ganz Suedostasien, falls Suedvietnam vom Kommunismus ueberrollt werden sollte, unterstuetzten die USA Diems Regierung und fuehrte 1964 zum Eingreifen der Amerikaner…der Rest ist Geschichte…) und wurde zum groessten Teil von der Landbevoelkerung gebaut.
In jedem Dorf findet sich deshalb auch ein Denkmal, meistens flankiert von einem eroberten ‘GI-Panzer”, das an den Einsatz der Bevoelkerung im Kampf gegen die Amerikaner mahnen soll. Ueberhaupt finden sich entlang der Strassen immer wieder Banner mit dem Bild Ho-Chi-Minh’s, Plakate die laechelnde, glueckliche und zufriedene Menschen zeigt, denen es dank “Uncle Ho” endlich gut geht…
Es wird hier nicht gerne ueber politisches gesprochen, und wenn dann wird “Uncle Ho” in den hoechsten Toenen gelobt.
So, da das Hochladen der Fotos so viel Zeit in Anspruch nimmt, wird halt auch der Eintrag entsprechend lang…
Ein paar Saetze zum kulinarischen Ausflug in die vietnamesische Kueche:
Ein typisches vietnamesisches Fruehstueck besteht aus Nudelsuppe oder Reis mit Fleisch, an was wir uns nie gewoehnen konnten und deshalb immer erst zur Mittagszeit etwas in den Magen bekamen (ok, war nicht ganz so schlimm, mussten ja auch nicht fahren sondern nur geniessen…). Zielsicher suchten sich unsere Fahrer die gemuetlichsten Lokale aus: Plastikstuehle, Alutische, vom Boden kann man essen (wirklich, alles was nicht essbar ist wird einfach auf den Boden gespuckt…) und in einer Ecke haengt immer ein Fernseher, in dem die ueblichen asiatischen Soap-Operas laufen. Es wird geschmatzt, geschluerft, gespuckt, und gerotzt was das Zeug haelt, waehrend das Essen in einem Tempo in sich hinein geschaufelt wird, als ob man pro Minute zahlen muesste.
Das Mittagessen gestaltete sich immer aehnlich: Reis, Gemuese (die meisten kannten wir nicht, geschweige denn konnten wir uns die Namen merken…) und Fleisch (essen in der Schweiz in 3 Monaten nicht so viel Fleisch wie hier in 10 Tagen).
Das kulinarische Highlight war jeweils das Nachtessen:
…Vietnamesisches Barbecue: als zum ersten Mal eine Platte mit rohem Schweine- und Hirschfleisch vor uns hingestellt wurde, schauten wir doch etwas skeptisch und meinten, dass wir das so nicht essen koennten. Unsere Fahrer lachten Traenen, und wenig spaeter kam dann auch der Tischgrill (siehe Foto) und unsere Minen erhellten sich sichtlich :-)
…Fruehlingsrollen einmal anders: in die Reisblaetter wird Gemuese, Fleisch und Salat eingewickelt und das ganze nicht-fritiert genossen (Traeumen heute noch vom Erdnuss-Dip den es dazu gab…).
…Fisch in diversen Variationen…
…Reis in Bambusrohren gedaempft….
…Fleisch so zart dass man es problemlos mit den Staebchen zerlegen konnte…
….und, und, und…
Was man an dieser Stelle natuerlich auch noch erwaehnen muss, ist die Fuehrsorge die uns unsere Fahrer angedeihen liessen:
Morgens zur verabredeten “Door-knock-Time” wurden wir freundlich begruesst und dann wurde zunaechst einmal unters Bett und ins Bad geschaut, ob wir auch wirklich alles eingepackt haben. Unser Gepaeck wurde Treppen hoch und runter getragen und morgens jeweils sicher auf die Motorraeder geschnuert, bevor wir nocheinmal auf Herz und Nieren ueberprueft wurden: sind auch alle Taschen schoen verschlossen, die Reisverschluesse hochgezogen, genug zu trinken vorhanden und zu guter letzt wurde uns noch der Helm aufgesetzt…Das Essen wurde fuer uns bestellt, es wurden unsere Schuhe gewaschen, die Kleider zum trocknen auf den Toeff gebunden, auf dem Markt Bananen organisiert, auf Wunsch wurde an jeder Ecke angehalten, auch wenn 5 Minuten spaeter eh eine Pause eingeplant gewesen waere, uns wurde gesagt wann wir duschen koennen und wann wir aufstehen muessen, die Paesse wurden fuer uns an der Reception abgeholt, Getraenke organisiert….
Wir haben also fuer 10 Tage unsere Hirne abgestellt, und unsere groesste Sorge ist nun, wie wir ohne Instruktionen weiterreisen sollen ;-)
So, es gaebe natuerlich noch viel zu erzaehlen, doch sind die Nerven langsam am Ende und die Maegen knurren schon lange…
Schreibt weiterhin so fleissig Kommentare, freuen uns immer! Und noch groesser waere die Freude, wenn ihr nicht anonym bleiben wuerdet… (obwohl wir ja das Gefuehl haben, dass eine von uns mit Ooooweh verwandt ist….)


Minority People




Xin chao!
10 Tage und 1337 Km spaeter….
Am 17. Dezember puenktlich um 09.00 ging das Abenteuer “Vietnam by Motorbike” los. Schon am Ersten Tag machten wir Bekanntschaft mit der vietnamesischen Puenktlichkeit:
Verabredet man sich um 09 Uhr, so muss man mindestens 20 – 30 Minuten frueher parat sein (die Zeit um die man sich verabredet beinhaltet das Aufladen der Gepaeckstuecke, das Bezahlen des Hotels etc…Schlau wie wir sind fragten wir ab dem 2. Tag auch nur noch “At which time do you knock at our door?”…), weshalb wir unsere Pancakes in windeseile hinunterschlingen mussten (es sollten die letzten fuer 10 Tage sein…) und zum Ersten Mal unsere Hintern auf die Motorraeder schwangen.
Eingeklemmt zwischen Fahrer und Gepaeck ging es als Erstes zu den Marmor Bergen (die wir um ein Haar ausgelassen haetten, was wirklich eine Suende gewesen waere…), wo wir so ziemlich zum letzten Mal unsere Beine in Anspruch nehmen mussten.
Ueber verzweigte enge Weglein stiess man immer wieder auf Hoehlen mit Buddha’s, Shiva’s und anderen Heiligtuemmern die wir nicht immer genau zuordnen konnten. Am Fuss des Berges konnte man sich dann auch Marmorstatuen in diversen Groessen kaufen, und wir konnten nur durch das Argument, dass auf dem Toeff nun wirklich kein Platz mehr sei, davon abgehalten werden, eine ueberdimensionale Jesus-Statue fuer die Niedermatt zu erschwingen…
Schon bald verliessen wir die Nationalstrasse und fuer die naechsten 2 Tage ging es ueber enge Strassen in die Central Highlands. Durch den Taifun der vor 2 Monaten ueber das Land fegte waren die Strassen oft in sehr schlechtem Zustand, immer wieder galt es Baustellen (die den Werkzeugen nach zu schliessen noch ein paar Monate bestehen werden…), Felsbrocken, Schlamm-Massen und aehnliches zu umfahren…Unsere Fahrer meisterten dies jedoch mit Bravour, weshalb wir uns voll auf die eindrueckliche Landschaft konzentrieren konnten:
Mit jeden 100 Hoehenmetern schien sich die Umgebung zu veraendern. Mischwaelder wechselten sich mit Jungle ab, Reisfelder machten Kaffee-Plantagen (ach ja, an dieser Stelle noch eine Lobeshymne an den vietnamesischen Kaffe: wird hier schwarz und mit viel Eis getrunken und nicht einmal der Sutterbeck in Basel bietet so einen herrlichen Café den (ja, die wichtigen Worte lernt man schnell…) wie man in hier an jedem Strassenstand bekommt…) platz, kleine Wasserfaelle suchten ihren Weg in’s Tal hinunter wo sie in breiten Fluessen endeten, Pfeffer-Stauden (..-Buesche…-Straeucher…? Egal, wissen jetzt auf jeden Fall wo der Pfeffer waechst…) wichen Feldern mit Gruentee, Gummi- und Bananenbaeume saeumten staubige Strassen….aber am Besten seht ihr selbst, es ist unmoeglich all die Eindruecke zu beschreiben, und was leider ganz unmoeglich ist, ist euch den Geruch von Nebelverhangenen Waeldern am fruehen Morgen, der Geschmack von staubigen Strassen, die Duefte der unzaehligen Essensstaende sowie der Gestank der Diselmotore zu uebermitteln...(auf Letzteres haetten auch wir verzichten koennen…).
70% der Bevoelkerung lebt auf dem Land, darunter 53 Minderheiten die immer mehr um ihre Identitaet kaempfen muessen (ok, dieser Satz findet sich fast Wort woertlich im Reisefuehrer, doch haetten wir das auch ohne literarische Hilfe herausgefunden….).
In jedem Dorf das wir besuchten waren wir sofort von unzaehligen Kindern umgeben, ueberhaupt scheint dieses Land nur aus Kindern (was auch fast wahr ist, 50% der Bevoelkerung sind juenger als 25, gehoeren hier also schon zum alten Eisen…) und Schwangeren zu bestehen.
Die simplen Bambus-Huetten sind mittlerweile (und zum groessten Teil durch die Regierung finanziert) mit Wellblechdaechern ueberdacht (was natuerlich auch ein besserer Schutz fuer den obligatorischen Fernseher bietet, der gehoert nicht nur in der Schweiz zum Grundbedarf…), ansonsten besitzen die Menschen nicht viel mehr als was sie am Leib tragen…
Von den urspruenglichen Ritualen blieb nicht mehr viel uebrig, das Meiste ist nur noch Show fuer die Touristen. Doch findet sich in jedem Dorf ein traditionelles Haupthaus, in dem sich immer noch die ganze Gemeinde versammelt um Hochzeiten, Feiertage und sonstiges zu zelebrieren…
Ein grosser Teil der Tour fuehrte entlang des Ho-Chi-Minh Pfades. Dieser Pfad diente waehrend des Vietnamkrieges zur Lieferung von Waffen und Nahrungsmittel fuer die sozialistischen Streitkraefte im Sueden
(zur Erinnerung: Ngo Dinh Diem fuehrte im Sueden sein Schreckregime, dem ueber 50’000 Menschen zum Opfer fielen, waehrend Ho Chi Minh im Norden mit dem Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft begann. Aus Angst vor einem Domino-Effekt in ganz Suedostasien, falls Suedvietnam vom Kommunismus ueberrollt werden sollte, unterstuetzten die USA Diems Regierung und fuehrte 1964 zum Eingreifen der Amerikaner…der Rest ist Geschichte…) und wurde zum groessten Teil von der Landbevoelkerung gebaut.
In jedem Dorf findet sich deshalb auch ein Denkmal, meistens flankiert von einem eroberten ‘GI-Panzer”, das an den Einsatz der Bevoelkerung im Kampf gegen die Amerikaner mahnen soll. Ueberhaupt finden sich entlang der Strassen immer wieder Banner mit dem Bild Ho-Chi-Minh’s, Plakate die laechelnde, glueckliche und zufriedene Menschen zeigt, denen es dank “Uncle Ho” endlich gut geht…
Es wird hier nicht gerne ueber politisches gesprochen, und wenn dann wird “Uncle Ho” in den hoechsten Toenen gelobt.
So, da das Hochladen der Fotos so viel Zeit in Anspruch nimmt, wird halt auch der Eintrag entsprechend lang…
Ein paar Saetze zum kulinarischen Ausflug in die vietnamesische Kueche:
Ein typisches vietnamesisches Fruehstueck besteht aus Nudelsuppe oder Reis mit Fleisch, an was wir uns nie gewoehnen konnten und deshalb immer erst zur Mittagszeit etwas in den Magen bekamen (ok, war nicht ganz so schlimm, mussten ja auch nicht fahren sondern nur geniessen…). Zielsicher suchten sich unsere Fahrer die gemuetlichsten Lokale aus: Plastikstuehle, Alutische, vom Boden kann man essen (wirklich, alles was nicht essbar ist wird einfach auf den Boden gespuckt…) und in einer Ecke haengt immer ein Fernseher, in dem die ueblichen asiatischen Soap-Operas laufen. Es wird geschmatzt, geschluerft, gespuckt, und gerotzt was das Zeug haelt, waehrend das Essen in einem Tempo in sich hinein geschaufelt wird, als ob man pro Minute zahlen muesste.
Das Mittagessen gestaltete sich immer aehnlich: Reis, Gemuese (die meisten kannten wir nicht, geschweige denn konnten wir uns die Namen merken…) und Fleisch (essen in der Schweiz in 3 Monaten nicht so viel Fleisch wie hier in 10 Tagen).
Das kulinarische Highlight war jeweils das Nachtessen:
…Vietnamesisches Barbecue: als zum ersten Mal eine Platte mit rohem Schweine- und Hirschfleisch vor uns hingestellt wurde, schauten wir doch etwas skeptisch und meinten, dass wir das so nicht essen koennten. Unsere Fahrer lachten Traenen, und wenig spaeter kam dann auch der Tischgrill (siehe Foto) und unsere Minen erhellten sich sichtlich :-)
…Fruehlingsrollen einmal anders: in die Reisblaetter wird Gemuese, Fleisch und Salat eingewickelt und das ganze nicht-fritiert genossen (Traeumen heute noch vom Erdnuss-Dip den es dazu gab…).
…Fisch in diversen Variationen…
…Reis in Bambusrohren gedaempft….
…Fleisch so zart dass man es problemlos mit den Staebchen zerlegen konnte…
….und, und, und…
Was man an dieser Stelle natuerlich auch noch erwaehnen muss, ist die Fuehrsorge die uns unsere Fahrer angedeihen liessen:
Morgens zur verabredeten “Door-knock-Time” wurden wir freundlich begruesst und dann wurde zunaechst einmal unters Bett und ins Bad geschaut, ob wir auch wirklich alles eingepackt haben. Unser Gepaeck wurde Treppen hoch und runter getragen und morgens jeweils sicher auf die Motorraeder geschnuert, bevor wir nocheinmal auf Herz und Nieren ueberprueft wurden: sind auch alle Taschen schoen verschlossen, die Reisverschluesse hochgezogen, genug zu trinken vorhanden und zu guter letzt wurde uns noch der Helm aufgesetzt…Das Essen wurde fuer uns bestellt, es wurden unsere Schuhe gewaschen, die Kleider zum trocknen auf den Toeff gebunden, auf dem Markt Bananen organisiert, auf Wunsch wurde an jeder Ecke angehalten, auch wenn 5 Minuten spaeter eh eine Pause eingeplant gewesen waere, uns wurde gesagt wann wir duschen koennen und wann wir aufstehen muessen, die Paesse wurden fuer uns an der Reception abgeholt, Getraenke organisiert….
Wir haben also fuer 10 Tage unsere Hirne abgestellt, und unsere groesste Sorge ist nun, wie wir ohne Instruktionen weiterreisen sollen ;-)
So, es gaebe natuerlich noch viel zu erzaehlen, doch sind die Nerven langsam am Ende und die Maegen knurren schon lange…
Schreibt weiterhin so fleissig Kommentare, freuen uns immer! Und noch groesser waere die Freude, wenn ihr nicht anonym bleiben wuerdet… (obwohl wir ja das Gefuehl haben, dass eine von uns mit Ooooweh verwandt ist….)
Wuenschen Euch allen einen guten Rutsch ins 2008! Kleiner Seitenhieb fuer alle die frieren werden: Wir stossen auf der schoensten Insel Vietnams aufs neue Jahr an (Auch wenn wir am Strand schlafen muessen... haben bis jetzt noch keine Unterkunft..)
Schmatzer aus dem heissen Saigon
Schmatzer aus dem heissen Saigon












